Für weitere sechs Jahre wurde der bisherige Kommandant Ludwig Fuchs wieder in seinem Amt bestätigt. Stellvertreter wurde für den ausgeschiedenen Hans Berger, Florian Huber.

 

JHV2009
Für 10-jährige aktive Dienstzeit wurde an Thomas Berger und Michael Hengstberger das entsprechende Dienstaltersabzeichen überreicht
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Für 30-jährige Dienstzeit wurden Johannes Gollreiter, Herbert Berger und Hans Neureither ausgezeichnet
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Das Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold für 40-jährige Dienstzeit  konnte KBI Hengstberger an Alois Hartl überreichen
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Sechzig Jahre gehört Michael Sewald dem Verein an und erhielt eine entsprechende Urkunde
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Seinen Dank sprach der scheidende Kommandant auch der Floriwirtin Josefa Neureuther und der Frau des Kommandanten, Maria Fuchs, aus.

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Kommandant Fuchs, neuer Vorstand Wallner und Stellvertreter Neureither dankten ihrerseits Brigitte Hengstberger, der Frau des verabschiedeten Vorstands

In der jüngst abgehaltenen Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Beyharting konnte Vorstand Klaus Hengstberger zahlreiche Mitglieder und Ehrengäste begrüssen.

Sein besonderer Gruß galt Bürgermeister Otto Lederer, der als Dienstherr der gemeindlichen Feuerwehren auch die turnusmäßige Kommandanten-Wahl leitete.
Eingangs der Versammlung gedachte man der zwei verstorbenen Vereinsmitglieder Dionys Schwaiger und Leonhard Reichl.

Lederer hob in seinem Grußwort die Besonderheit der Feuerwehren hervor; während der Verein neben den gesellschaftlichen  Aufgaben auch für finanzielle Unterstützung der aktiven Feuerwehr sorgt, ist die kommunale Hilfsorganisation „Feuerwehr" eine professionelle Hilfe für in Not geratene Bürger. Notwendig hierzu, so Lederer, ist gegenseitiges Vertrauen der Dienstleistenden und eine gute Ausbildung.

Die durchgeführten Neuwahlen brachten eindeutige Ergebnisse für die Kommandanten. Mit einer Stimmenthaltung wurde Ludwig Fuchs wiedergewählt,
Florian Huber, der neue Stellvertreter des Kommandanten konnte das gleiche Ergebnis für sich erzielen.

Kommandant Fuchs berichtete von 34 Einsätzen, darunter mehrere schwere Verkehrsunfälle mit eingeklemmten Personen. Angefordert wurde die Beyhartinger Wehr aber auch zu einem Großbrand, zur Aufarbeitung von Unwetterschäden sowie zu Absperr- und Sicherheitsdiensten. Die Beseitigung von Ölspuren gehörte aber ebenso zum Einsatzpotential wie der Absturz eines Segelflugzeuges in Antersberg.

Fuchs berichtete der Versammlung von den zahlreichen Unterrichten und Übungen sowie einer Spezialausbildung für Atemschutzgeräteträger.

Vorstand und Kreisbrandinspektor Klaus Hengstberger informierte die Versammlungsteilnehmer über Aktuelles im Feuerwehrwesen.
Gezielt sprach Hengstberger die auf die Feuerwehren zukommende Führerschein-problematik an. Die als sicher geltende Neuregelung, die Inhaber der Klasse B (früher drei) sollten nun die Erlaubnis zum Führen von Kraftfahrzeugen bis 4,25 Tonnen  erhalten, wird nun von EU-Abgeordneten zu Fall gebracht.
Viele der von Feuerwehren verwendeten Tragkraftspritzenfahrzeuge haben ein Gewicht von über 3,5 Tonnen und dürfen deshalb von jüngeren Führerscheinin-habern nicht mehr gesteuert werden. Ebenso gibt es ab September große Einschränkungen für die Führerscheinklasse C (früher zwei).
Hier muß dann, sollte der Führerschein auch gewerbliche Verwendung finden, zusätzlich eine kostenintensive Berufskraftfahrer-Ausbildung gemacht werden.
Unverständnis und Zweifel an Kompetenz und Sachverstand solcher EU-Abgeordneten hat der Kreisbrandinspektor auch, wenn hier verlautet, man sehe keinen Zusammenhang zwischen Feuerwehr und Katastrophenschutz. Wer, so Hengstberger, ist denn da, wenn Stürme und Hochwasser, Schnee oder andere Naturkatastrophen hereinbrechen?
Zum Schluß seiner Ausführungen konnte Hengstberger für 40-jährige aktive Dienstzeit an Alois Hartl das Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold überreichen.

Einen Abriss über die Aktivitäten der Jugendfeuerwehr gab Jugendwart Michael Hengstberger. Leider konnte man im abgelaufenen Jahr keine Zugänge verbuchen, mußte aber drei Jugendliche wegen Erreichung der Altersgrenze von 18 Jahren an die aktive Wehr übergeben.

Kreisfeuerwehrjugendwart Sepp Baumann gab Informationen über die Jugendarbeit im Landkreis und im Bezirk Oberbayern. So befinden sich derzeit 985 Jugendliche im Alter zwischen 12 und 18 Jahren in den Jugendgruppen der Landkreis-Feuerwehren. Davon sind 167 Mädchen, die sich für den Dienst am Nächsten engagieren.

Größere Veränderungen gab es bei den Wahlen in der letzten Jahreshauptversam-mlung der Beyhartinger Wehr  auch in  der Vorstandsebene.

Der bisherige Vorstand Klaus Hengstberger gab bereits in seinem Bericht bekannt, dass er für die sogleich durchzuführenden Neuwahlen nicht mehr zur Verfügung steht. Hengstberger begründete diese Entscheidung mit seiner sehr zeitaufwändigen Tätigkeit als Kreisbrandinspektor. Oft gebe es Terminüberschneidungen, die dann zu Lasten des Vereins gingen. Schweren Herzens, so der bisherige Vorstand, habe er sich deshalb für diesen Schritt entschieden.
Gleichzeitig bekundete er aber auch seine Freude, dass mit Richard Wallner sehr schnell  ein geeigneter Nachfolger für dieses Amt gefunden werden konnte.
Wallner wurde,  genau wie sein Stellvertreter Johann Neureither, mit einem eindeutigen Ergebnis gewählt und übt nun für die nächsten sechs Jahre dieses Amt aus.

Hengstberger informierte in seinem Bericht auch über den „Feuerwehrball",  der nun als Dorfball mit den anderen Ortsvereinen im Gasthaus zur Post abgehalten wird.
Zahlreiche Geburtstagsgratulation konnten vorgenommen werden und die Fahnenabordnung beteiligte sich auch an der Hochzeit des aktiven Mitglieds Thomas Dobl in Slowenien.
Repariert wurde im vergangenen Jahr auch die 30 Jahre alte Vereinsfahne, wofür 1.500 Euro investiert wurden. Am Herzen liegt Hengstberger aber auch die alte Vereinsfahne, die vermutlich 1890 angefertigt worden ist. Die Kostenvoranschläge zweier Fahnenstickereien für eine grundlegende Restaurierung belaufen sich auf rund 4.000 Euro. Die zur Diskussion gestellte Restaurierung brachte kein eindeutiges Ergebnis, so dass dieses Thema zurückgestellt wurde und zu einem späteren Zeitpunkt  wieder aufgegriffen wird.
Mehrere größere Ausgaben-Positionen ergaben im von Kassier Franz Berger vorgetragenen Kassenbericht  ein, doch beträchtliches, Minus.
Vorstand Hengstberger regte auch im Hinblick auf bevorstehende größere Maßnahmen (Mobile Lichtanlage, Ersatzbeschaffung des Mehrzweckfahrzeuges) eine Beitragserhöhung für die derzeit zweihundert zahlenden Mitglieder an. Die vorgeschlagene Erhöhung des Jahresbeitrages von sechs auf zehn Euro stand zur Diskussion. Die Versammlung beschloss dann aber einstimmig, im Hinblick auf andere Feuerwehrvereine, einen neuen Jahresbeitrag in Höhe von zwölf Euro.

Schriftführer Anton Huber gab einen Überblick über die letztjährige Jahreshauptversammlung und das abgelaufene Vereinsjahr. Großes Interesse war aber auch vorhanden, als Huber das vor genau 50 Jahren vom inzwischen verstorbenen Leonhard Reichl  angefertigte Protokoll verlas. Bei den turnusmäßigen Neuwahlen der Vorstandschaft stellte sich auch der bisherige Kassier Franz Berger nicht mehr zur Verfügung. Berger hatte dieses Amt 18 Jahre lang inne.
Als Nachfolger wurde einstimmig Erich Grandl gewählt. Als Beisitzer fungieren nun Michael Sewald, Hans Berger und Thomas Linortner.

Die letzte Tätigkeit des scheidenden Vorstands Hengstberger war die Übergabe einer Urkunde an Michael Sewald sen. für über 60-jährige Vereinsmitgliedschaft.

Mit einem Dank an die gesamte bisherige Vorstandschaft, Kommandanten, Floriwirtin Josefa Neureuther, Maria Fuchs und Irmi Berger übergab der bisherige Vorstand Hengstberger die Amtsgeschäfte an seinen Nachfolger Richard Wallner, der die Versammlung dann beendete.

Text und Fotos: Hengstberger